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Keine Angst vor schlechten Noten

16. November 2018 12:42 // Autor: RA Christian Reckling

Keine Angst vor schlechten Noten: So reagieren Eltern richtig

Angesichts gestiegener Anforderungen stehen viele Schüler unter enormem Leistungsdruck. Schon in den unteren Klassen ist vielen bewusst, wie wichtig gute Noten für die spätere Berufswahl sind. Deshalb kann eine Sechs in einer Arbeit oder eine Fünf im Zeugnis für viele eine echte Katastrophe sein. Wenn dann die Eltern auch noch verärgert sind, macht es die Sache keineswegs besser – ganz im Gegenteil, denn dadurch können das Selbstvertrauen und die Motivation des Schülers weiter abnehmen. Mit einer besonnenen Reaktion können Eltern aber dafür sorgen, dass ihr Kind lernt, konstruktiv mit schlechten Noten umzugehen.

Schimpfen ist keine Lösung

Eine der größten Herausforderungen in der Kindererziehung besteht darin, auch in schwierigen Situationen ruhig und gelassen zu bleiben. Gerade, wenn Eltern angesichts eines alles andere als guten Zeugnisses sehr enttäuscht sind, ist es sinnvoll, zunächst eine Nacht darüber zu schlafen, bevor sie mit ihrem Kind ausführlich darüber sprechen. Am nächsten Tag gelingt es dann meist sehr viel besser, angemessen und fair zu reagieren. Damit das Kind bei dem Gespräch nicht von vorneherein innerlich blockiert, sollten die Eltern zunächst auf positive Aspekte eingehen. Wenn das Kind beispielsweise in einem Fach besonders gut ist oder sich seine Leitungen in einem Bereich verbessert haben, ist das durchaus ein Lob wert. Außerdem kann es hilfreich sein, von den eigenen Jugenderfahrungen mit schlechten Noten zu erzählen. Dadurch erlebt ein Schüler seine Eltern als nahbar und verständnisvoll.

Ursachen herausfinden und Strategien entwickeln

Im Anschluss sollten die Eltern auf mögliche Ursachen für die schlechten Noten eingehen. Dabei ist es wichtig, dass zunächst der Schüler selbst zu Wort kommt. Häufig wissen nämlich Kinder und Jugendliche selbst sehr gut, wie es zu einem Nachlassen der Leistung gekommen ist. In der Pubertät sind es häufig lediglich mangelnde Motivation und Schlafmangel, die sich negativ auf die Noten auswirken. Es können sich dahinter aber auch Probleme mit einem Lehrer oder den Mitschülern verbergen. Körperliche oder psychische Erkrankungen können ebenfalls zu Konzentrationsstörungen, Lernblockaden und Schulangst führen, wodurch ein strukturiertes Lernen erschwert wird. Je nach Hintergrund sollten im Anschluss Eltern und Kind gemeinsam eine Lösungsstrategie entwickeln. Diese kann von einer simplen Umstrukturierung des Tagesablaufs über Nachhilfe bis zu einem Schulwechsel reichen. Falls bereits seit längerer Zeit Schulprobleme bestehen oder das Eltern-Kind-Verhältnis strapaziert sein (http://www.bambiona.de/thema/kindererziehung) empfiehlt der Erziehunsgratgeber www.bambiona.de/thema/kindererziehung, sich nicht davor zu scheinen, Hilfe bei einer Beratungsstelle oder einem Kinder- und Jugendpsychologen zu suchen.

 

Text von Jessica Thomas

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